WellBad // Heartbeast

– Künstler: WellBad
– Titel: Heartbeast
– Formate: CD, digital
– VÖ: 07.06.2019
– Label: Blue Central Records
– Vertrieb: membran/SONY
– Website: www.wellbad.de
– Facebook: www.facebook.com/WellBadMusic

 

The soundtrack of a movie that’s never been shot (Daniel Welbat)

Diese Stimme klingt wie hundert Leben. Daniel Welbat singt, als hätte er Jahre in den dunkelsten Bars abgehangen. Den Stift fest in der Hand, nervös kritzelt er seine Texte auf vergilbte Bewirtungsbelege, die Augen wandern durch das belebte Lokal. Er ist auf der Jagd nach Geschichten. „Die kleinen Dinge ganz groß erzählen“. Das ist sein Ziel!

Sein neues Album HEARTBEAST ist eine Hommage an seine große Liebe: den Film. Als Spross einer Künstler- und Filmemacher-Familie verbrachte Welbat seine Jugend größtenteils auf Filmsets. „Das hat mich geprägt. Ich bin in einer Art Künstlerhotel aufgewachsen. Wilde Partys, Theatervolk, jede Menge Alkohol und auch Drogen gingen über den Wohnzimmerzimmertisch meiner Eltern. Meine ganze Jugendzeit über lebten die unterschiedlichsten und faszi­nie­rend­sten Künstler, Filmemacher und Schauspieler mit mir und meinen Eltern unter einem Dach. Sie waren sehr enge Freunde meiner Eltern und da sie oft durch große Geldsorgen, Alkohol- oder Drogenprobleme Schwierigkeiten hatten eine Bleibe zu finden, haben wir sie in unsere Familie aufgenommen. Er waren sehr belesene und gebildete Persön­lichkeiten und großartige Künstler, mit denen ich in den schlimmsten Tagen meiner Pubertät immer sehr gut über das Leben philosophieren konnte und die mich in Sachen Musik und Poesie beeinflusst haben. Allerdings erlebte ich auch die Schattenseiten: Heroin, Kokain, Alkoholsucht. Auf der einen Seite lebensfrohe, bunte, elektrisierende Charaktere und auf der anderen Seite Wracks, die sich morgens schon zwei Flaschen Wodka reingekippt haben. Trotzdem möchte ich die Gespräche und diese Zeiten nicht missen. Denn gerade diese Schizophrenie, dieser Wahnsinn und diese Inten­sität sind bis heute in meinen Songs verankert. Es war für einen Heranwachsenden mit einer Kamera und einer Gitarre ein großes Geschenk, so viel talentierte Künstler an der Seite zu haben… So begann neben der Musik auch meine Liebe zum Film – und genau dieser Epoche meines Lebens widme ich  HEARTBEAST, denn es ist der Soundtrack, zu einem Film, der niemals gedreht wurde.“

Der HEARTBEAST-Plot ist Brennstoff für eine mitreißende Live-Performance. Erzählt wird die Story von E.L. Kruger. Sein wilder Ritt entlang der Abgründe des Seins dauert zwölf Songs. Roots Rock verliebt sich in Hip Hop. Jazzige Geistesblitze werden vom Blues wieder auf den Teppich geholt. Herrliche Melodien und catchy Hooks laden zum Verlieben ein und lassen einen nur schwer wieder los. Und bei allem sorgt die großartige Band mit packendem Groove für diesen leichten Zugang zu den ausgeklügelten Arrangements.

Die Songs

Die Ouvertüre: „Young“. Stampfend, pulsierend, ein Tanz auf dem Vulkan. Mit verzerrter Stimme stellt der 29-jährige Songwriter klar: „Ain’t too done to die young!“

„Elephant Man“ erzählt die wahre Geschichte von Joseph Merrick, dem sogenannten Elefantenmenschen. Über den
rap-artigen Gesang und das Grölen des Bass-Saxophons hinweg führt Daniel Welbat sein Publikum tiefer hinein in seinen ganz persönlichen Lebensfilm.

Im ,Uptempo‘ Song „Robbery“ wird der Zuhörer schlagartig Zeuge eines Raubüberfalls. Jedoch geht es hier weniger um einen materiellen Diebstahl, vielmehr um das brutale Ende einer tragischen Liebesgeschichte. (Dies ist übrigens die erste Singleauskopplung, VÖ 15. März.)

Bei „Heal A Wound“ gleicht sein Gesang einer Reise auf den Traumpfaden des Blues, mitten durch die düsteren Orte der Seele. Doch das Ende ist auf bizarre Weise versöhnlich und hoffnungsvoll: „Be grateful! You still got a body left to ruin“. „Skeleton“ ist ein mystischer Tanz, ein Heilungsreigen, bei dem man die Sorgen und den Schmerz „wegtanzen“ soll.

Von „The Void“, einem urschrei-ähnlichen Gruß an die längst Verlorenen und Vergessenen, führt der Film über den pumpenden E-Gitarren-Sound von „The Overfeeding“, den hysterisch-verzweifelten Beat von „Off-Tuned Body“ hin zu einer eiskalten Abrechnung mit einer verflossenen Liebe bei „Limited Tears“. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, denn bei „Bad Day For The Blues“, einem skurrilen Liebes-Duett zweier suchender Seelen, finden die Liebenden wieder zueinander.

„Let It Sin“ öffnet eine neue Falltür im Wellbad’schen Erzähl-Kosmos, und inzwischen hat man längst vergessen, was noch Realität und was schon Fiktion ist. Allerdings ist das auch nicht mehr so wichtig, denn da beginnt bereits der letzte und intimste Song des Albums: „Spit It Out“. Ein letztes Aufbäumen, ein letzter wohliger Seufzer, ein episches Liebeslied über die Liebe selbst. Und dann ist der Film zu Ende.

History

HEARTBEAST ist der vierte Longplayer von WellBad und wurde erneut von Stephan Gade (Udo Lindenberg, Ina Müller) produziert. 2011 erschien mit Beautiful Disaster das Debüt und schlug in Hamburg Wellen, es folgten Judgement Days (2015) und The Rotten (2017).

WellBad haben 2015 die German Blues Challenge als beste Band ge­won­nen. Der Preis der Deutschen Schallplatten­kritik setzte The Rotten 2017 auf die Bestenliste. Sie spielten TV-Auftritte zur Primetime (ZDF, ARD, RTL, NDR), waren im Vorprogramm von Robert Cray, Oli Brown und Tito & Tarantula unterwegs. 2018 begeisterten sie in der berühmten Hamburger Elbphilharmonie das Auditorium. WellBad sind bei inter­na­tio­nalen Festi­vals in Memphis (USA), in Torrita di Siena (Italien) und bei der Canadian Music Week in Toronto aufgetreten. In Kanada hinterließ die Combo nachhaltigen Eindruck: Es erfolgte die Einladung für eine Kanada Tour im Juli 2019.

Eine Kanada-Connection findet sich ebenfalls auf dem neuen WellBad-Album wieder: Nachdem Daniel Welbat in Hamburg ein Konzert von Samantha Martin, dem kanadischen ,upcoming‘ Bluesstar, besucht hatte, kamen die beiden Künstler Backstage ins Gespräch. Am nächsten Tag standen sie gemeinsam im Studio und sangen „Bad Day For The Blues“ für HEARTBEAST ein.

Nach dem Release-Konzert im Juni 2019 geht die fünfköpfige Hamburger Band auf HEARTBEAST Tour. In ihre Live-Auftritte stecken WellBad jede Menge Herzblut. „Wir bringen 120 Prozent Leidenschaft auf die Bühne, wir lieben es“, blickt die Band voller Vorfreude auf die anstehende Tour quer durch die Republik. WellBad-Shows fühlen sich an wie ein Trip durch Himmel und Hölle, der keine Empfindung ausspart, tief berührt. Daniel Welbat lebt seine Songs auf der Bühne, er nimmt sein Publikum mit auf eine berauschende Jagd nach Geschichten, Träumen, Licht und Liebe.

 

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PRESSEMITTEILUNG: PDF Format
WELLBAD_2019_albuminfo  (Stand: 20. Mai 2019)

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